en

Dresdener Kreis an der OVGU in Magdeburg

23.03.2026 -

Der Dresdener Kreis 2026 fand am 10. und 11. März an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg statt. Das wissenschaftliche Treffen bringt Forschende und Doktoranden der Technischen Universität Dresden, der Universität Duisburg-Essen, der Leibniz Universität Hannover und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zusammen, um aktuelle Forschungsergebnisse auszutauschen und die institutsübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der Energiesysteme zu stärken.

Die Veranstaltung findet jährlich im Wechsel an den teilnehmenden Universitäten statt. Insgesamt wurden acht Fachvorträge von Doktoranden der beteiligten Lehrstühle präsentiert, ergänzt durch einen Gastbeitrag der Firma DigSILENT. Die Beiträge deckten ein breites thematisches Spektrum ab und adressierten unter anderem Fragestellungen aus den Bereichen Optimierung, Systemanalyse sowie Stabilitätsuntersuchungen in elektrischen Energiesystemen.

Folgende Präsentationen wurden in diesem Jahr für den LENA-Lehrstuhl gehalten:

Christoph  Sauer hat das Thema "Strategische Markteilnahme eines virtuellen Kraftwekrs unter Einbezug von Frequenzdienstleistungen" vorgesetllt. In dieser Arbeit geht es um die Optimierung des Anbieterverhaltens auf Basis selbst erstellter Preisprognosen des Folgetages der relvanten Märkte. Darüberhinaus wird anhand dessen die Martteilnahme erstellt und am Liefertag laufend angepasst und optimiert. Berücksichtigt wird außerdem die Bereitstellung von Momentanreserve und Primärrgelleistung. 

Abbildung 1: C. Sauer während der Präsentation.

João Scherer Cipriani stellte das Thema "Distributed Real-Time Simulation of Power Systems with High IBR Participation: Transmission Line Based Coupling" vor. In diesem Beitrag geht es um ein Rahmenkonzept für die Kopplung von Übertragungsleitungen, das der verteilten Echtzeitsimulation von Stromnetzen mit hohem Anteil an IBR-Anlagen dient. Durch den Einsatz rationaler Anpassungen im Frequenzbereich und die Durchsetzung der Passivität gewährleistet die Methode Stabilität bei moderaten Latenzen und überwindet gleichzeitig die physikalischen Längenbeschränkungen herkömmlicher Bergeron-Modelle. Dies ermöglicht präzise, plattformunabhängige HIL-Studien sowie die nahtlose Integration proprietärer Black-Box-Modelle in verschiedene Echtzeitsimulationsumgebungen.

Abbildung 2: J. Scherer Cipriani stellt seine Methode vor. 

Die diesjährige Veranstaltung wurde von DIgSILENT gesponsert. Dr.-Ing. M. Schmidt von DIgSILENT informierte über Karrieremöglichkeiten im Unternehmen, einem weltweit führenden Anbieter von Simulationssoftware für  Energiesysteme. Der erste Tage wurde mit einem gemeinsamen Abendessen erfolgreich abgerundet.

Im Rahmen der Veranstaltung fand am zweitren Tag ein Fachbesuch beim Fraunhofer-Institut Magdeburg statt.

Abbildung 3: Der gemeinsame Besuch im Fraunhofer. 

Insgesamt war der Dresdener Kreis 2026 wieder einmal eine sehr erfolgreiche Veranstaltung mit technischen Präsentationen, Diskussionen und einem Austausch von Ideen und Erfahrungen. 

Letzte Änderung: 27.03.2026 -
Ansprechpartner: Webmaster